Ausstellung „Wider das Vergessen – 10 Jahre AG Stolpersteine“

Die Arbeitsgemeinschaft (AG) Stolpersteine in Bad Soden lud 10 Jahre nach ihrer Gründung im August 2013 zu einer Ausstellung in das Kunstkabinett im Kulturzentrum Badehaus im Alten Kurpark ein.

Zehn Jahre, in denen die Initiative einzelne Schicksale von Sodener Bürgern, die Opfer der Nationalsozialisten wurden, recherchiert und dokumentiert hat. Menschen, wie der Sodener Badearzt und Leiter der Israelitischen Kuranstalt, Dr. Max Isserlin und seine Familie, die enteignet und zur Flucht getrieben wurden. Else Maier (geborene Scheuer) beging mit ihrem 15-jährigen kranken Sohn Siegbert Selbstmord, weil die Repressalien gegen Juden unerträglich wurden und ihr kein Geld zum Leben blieb. Die Sozialdemokraten Johann Malinowski und Fritz Lagemann wurden wegen ihrer politischen Gesinnung verfolgt. Im Widerstand verhaftet, kam Malinowski in das Konzentrationslager Bürgermoor, Lagemann nach Frankfurt-Preungesheim ins Gefängnis. „Misshandelt, gefoltert, entlassen 1937“ steht auf Lagemanns Stolperstein. An ihrem letzten frei gewählten Wohnort in Bad Soden hat die AG den Opfern öffentlich Stolpersteine verlegt und ihnen damit wieder einen Namen gegeben.

Mit ausführlichen Texten und Fotos zeichnete die Ausstellung die erschütternden Schicksale nach. Und beteiligt sich mit 29 verlegten Stolpersteinen in Bad Soden an dem Kunstprojekt des Kölner Künstlers Gunter Demnig.

Die Ausstellung „Gegen das Vergessen“ wurde am Samstag, 21. Oktober, um 16 Uhr im Kunstkabinett im Kulturzentrum Badehaus im Alten Kurpark eröffnet. Sie dauerte bis Sonntag, 29. Oktober 2023.

 

AG Stolpersteine: Das Video

Stolperstein von Elsa Nossbaum

Plakat Familie Kallner

Plakat für Mina Kraft und Bernhard Freymann

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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